Blindenführhundschule Martina Grün

Urmel im Oktober 2000

Künstlerphoto von Werner und Ariane

letzte Aktualisierung: 03.01.2011

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Meine Schule

Im Mai 1993 kehrte ich nach Deutschland zurück und eröffnete im Juni 1993 in Oftersheim auf dem Gelände der alten Blindenführhundschule meinen eigenen Betrieb. Der erste Auftrag wartete schon und nach wenigen Tagen zogen die ersten drei Ausbildungshunde zu mir und meinen beiden Privathunden “Oria von der Brennerei Kettner” (Orla) (meine zukünftige Zuchthündin) und Chefin “Ulla vom Strasserhof” (Usca). Nachdem die alten Hundezwinger abgerissen und das verwilderte Gelände gerodet worden war, entstand im rückwärtigen Teil eine Zwingeranlage mit 8 Boxen und ein Auslauf mit Schutzhütten. In der Nähe des Wohnhauses wurde ein kleiner Teil abgezäunt, so dass die Welpen ihr eigenes Spielreich hatten und den täglichen Betrieb im und um das Haus mitbekamen.

Oftersheim Zwinger 121095
Wando und seine Töchter September 1994
der Hunde-Auslauf in Oftersheim Juni'94

Der Hundeauslauf, die selbstgebaute Zwingeranlage mit 8 Boxen und der Welpenauslauf für die eigene Zucht.

Im April 1994 wurde dann “Onda von der Brennerei Kettner” als erster “eigener” Blindenführhund mit ihrer neuen Halterin in München zusammengeschult.

Durch die Unterbringung innerhalb der Schule konnte der neue Führhundhalter sich von Beginn an selbst um seinen zukünftigen Führhund kümmern, die täglichen Arbeiten wie Fütterung und Pflege übernehmen und auf den direkt vor der Tür liegenden Waldwegen auch ohne meine Begleitung mit dem Hund problemlos spazieren gehen. Der Hund konnte sich in seiner gewohnten Umgebung auf den neuen “Partner Mensch” einstellen und so entstand rasch eine enge Bindung. Diese bildete eine wichtige Grundlage für die nun folgende Einweisung des zukünftigen Gespanns. 

Onda + Andrea April 1994 in München

Leider waren die Wohnbedingungen in Oftersheim auf Dauer zu beengt, und so entschloss ich mich Ende 1996 nach Burbach (Siegerland) auf ein 2.500 qm großes Gelände mit DHH und Zwingeranlage umzuziehen. Hier gab es auf der Rückseite des Wohnhauses einen kleinen Anbau, in dem für die zukünftigen Führhundhalter ein Gästezimmer mit DU/WC eingerichtet wurde. Ein dazugehöriger Auslauf erlaubte das Spielen mit dem Hund, ohne dass die anderen Hunde stören konnten und durch die Waldrandlage konnte der Führhundhalter nach einer kurzen Eingewöhnungszeit auch wieder alleine mit seinem Hund spazieren gehen.

Anusha+Amiga schauen, auf den Hinterbeinen stehen, über den Zaun des Welpenauslaufes
Die Haushunde inspizieren den neuen Welpenauslauf

Was ich vor dem Umzug nicht bedacht hatte waren die schneereichen Wintermonate, die bei der Ausbildung und den Einarbeiten immer wieder längere Unterbrechungen verursachten.

Welpen im Tiefschnee 2001 Vendra und Janka am 29.11.05 im Tiefschnee

So zog ich dann im April 2006 in das mildere Klima der Pfalz nach Haßloch. Das 200 qm grosse Wohnhaus steht auf einem 600 qm grossen Gelände in einem Mischgewerbegebiet. In unmittelbarer Umgebung findet man diverse Geschäfte, nette Lokale und Wald und Feld für ausgedehnte Spaziergänge.

Es gibt keine Zwingerhaltung, die Hunde leben in Zukunft entweder paarweise im Untergeschoss in zwei Hundezimmern mit je 20 qm oder mit meinen zwei Privathunden, den Welpen und Junghunden in meiner Wohnung im OG. Die zukünftigen Führhundhalter werden in einem nahegelegenen Gästehaus oder einer komfortablen Ferienwohnung im Ort untergebracht.

Die Hälfte des Geländes wurde für die Hunde als Auslauf abgetrennt, hier soll in nächster Zeit auch noch ein extra Welpenauslauf mit verschiedenen Bodenbelägen und Spielmöglichkeiten entstehen.

Haßloch ist ein Großdorf und bietet optimale Trainingsbedingungen. Es gibt extrem abgeflachte Bordsteinkanten, enge Strassen und regen Verkehr (besonders Radfahrer). Bei den Spaziergängen im nahegelegenen Wald und auf den ausgedehnten Feldwegen kommt es regelmässig zu Begegnungen mit Joggern, Radfahrern und Hunden jeder Grösse, die im Freilauf hohe Anforderungen an den Gehorsam der Hunde stellen.

Mit der S-Bahn ist man in kürzester Zeit in Mannheim, Heidelberg oder Ludwigshafen, um unter den Bedingungen einer Grossstadt zu trainieren. In den ausgedehnten Einkaufszentren fällt auch bei einer Schlecht-Wetter-Periode kein Trainingstag ins Wasser.

Torschild der Blindenführhundschule mit den Kopfportraits von Akela, Wolf, Urmel und Janka
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