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Die Ausbildung zum Blindenführhund beginnt in der Regel im Alter von 12 Monaten, wenn der Hund die Eingangs- Untersuchungen (Röntgen der Hüften (HD) und Ellbogen (ED), Blut- und Allergietests) bestanden hat. Auf Grundlage der neuesten kynologischen Erkenntnisse erfolgt das Training nur mit dem Hilfsmittel “Stimme” und bei besonders schwierigen Trainingssequenzen (z.B. dem Anzeigen eines Ampelmasten) mit kleinen Leckerchen. Starkzwang physischer und psychischer Art lehne ich strikt ab, denn so wird dem Hund der Spass an seiner Arbeit genommen.
Mit dem Anlegen des Führgeschirrs beginnt für den Hund ein Leben, das über seinen eigenen Körperraum weit hinausgeht. Er lernt im Laufe der nächsten Monate sowohl Boden-, Seiten- als auch Höhenhindernisse anzuzeigen, die ihn als Hund gar nicht interessieren würden. Gleichzeitig muss er im Führgeschirr seinen ureigensten Instinkt, die Umwelt auch durch Schnüffeln zu erkunden, ablegen und vom Nasen-Augentier zum vorwiegend mit den Augen agierenden Hund werden.
Die ersten Übungsgänge finden in einer reizarmen Umgebung statt, denn der Hund soll zunächst einmal lernen, geradlinig zu laufen und an Bordsteinkanten stehen zu bleiben. Schon nach kurzer Zeit werden dann Richtungs-wechsel und Strassenüberquerungen mit eingebaut. Jeder Lernschritt baut auf dem zuvor gelernten auf und wird dadurch beim Hund immer mehr gefestigt.
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